Twitter als Pranger

Es kotzt mich an. Twitter kotzt mich an. Zumindest, wenn man es als Pranger missbraucht.
“XY hat das und das gemacht, alle drauf!” Okay, XY kann sich verteidigen, allerdings muss er sich als Angeklagter erstmal genügend rechtfertigen und nur selten wird das gelingen.

Natürlich komme ich nicht grundlos auf dieses Thema zu sprechen. Auch mir ist es schon passier, dass es auf einmal heißt “Die trueffi lügt!”. Die Gründe tun hier nichts zur Sache, aber hey – kann man das nicht persönlich klären? Muss man das öffentlich machen? Muss man wohl. Der Mensch möchte wohl seine Missgunst über andere Menschen unbedingt öffentlich machen. Wenn das schon unbedingt sein muss, dann doch bitte ohne Mention. Macht eurem Ärger Luft, schreit es hinaus, aber klebt mir kein Schild auf die Stirn, ohne vorher mit mir persönlich zu reden. Und zwar nicht öffentlich über die TL auf Twitter. Denn es gibt Dinge, die gehörn da nicht hin.

Und das gilt nicht nur für mich. Das gilt für jeden, dessen Menschenwürde laut Grundgesetz unantastbar ist. Danke.

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Mama, ich bin da

Mama, da bin ich, in Deinem Bauch,
streck Arme und Beine,
dreh mich herum und weiß,
Du fühlst es auch.

Mama, da bin ich, in Deinem Bauch,
lass mich von Dir nähren,
zeig Dir was mir schmeckt
bemerkst Du es auch?

Mama, da bin ich, in Deinem Bauch,
hör Deine Stimme,
lausche dem Klang
ich freu mich darauf – Du auch?

Mama, da bin ich, in Deinem Bauch,
fühl Deine Wut,
fühl Deinen Schmerz,
Mama – fühlst Du das auch?

Mama, da bin ich, in Deinem Bauch,
möcht´ dass Du lachst,
möcht´ dass Du strahlst,
das tut mir gut – und Mama – Dir auch!!!

Danke, liebe Madi, von ganzem Herzen danke <3

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Believe it – or not

Musik verbindet. Mich. Mit mir selbst. Mit meinen Mitmenschen. Mit besonders lieben Menschen.

So weiß ich noch genau, wann der Mann und ich zum ersten Mal “unser” Lied gehört haben. Da wussten wir noch nicht, dass es so wichtig für uns werden würde. Aber magisch war der Moment schon damals. Ich erkenne dieses Lied auf achthundertdrölftausend Meter Entfernung. Beim ersten Ton bekomme ich einen Kloß im Hals und bin einfach nur der glücklichste Mensch der Welt.

Vor 2 Wochen besuchten wir liebe Freunde. Und dann möchte doch dieser “Wessiarsch” von Wundermensch Heiko mit mir gemeinsam am Fenster sitzen. DIE Ost-Hymne, ein Stück Heimat, meine Wurzeln. Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich an den Moment denke.

Als nächstes kommt Heiko Wundermensch auf die glorreiche Idee, mich an Rauhfaser zu erinnern, eine wundervolle deutsche Band, von denen leider nur ein einziges Album existiert. Die Schöne und das Biest, meine Gedanken summen die Melodie, den Text sitzt. Erinnerungen werden wach. Erinnerungen an einen ganz besonderen Menschen.

Und dann. Dann denke ich an ein Lied. Welches mich seit bestimmt 10 Jahren begleitet. (Das Album ist auf 2000 datiert, ich werde es wohl auch genau so lang besitzen, also eher 12 Jahre) Liebe Candra - believe it or not: Danke, für die viele wundervolle Musik, die ich ohne dich gar nicht kennen würde.

believe it or not
i still have dreams about you everywhere i go
believe it or not
i still know all the places that we used to go

 

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Die Schlafwurst

Bekanntlich werde ich ja nun, betrachtet man meinen Bauch, immer fetter. (Ich finde das toll, bevor ihr wieder meckert!) Das ist auch soweit alles wundervoll, nur wird eben die Wampe immer runder und man kann mit der Zeit ganz arg viel schlechter drauf liegen.

mäh!

Also sagte mir eine gute Freundin, ich solle mir eine Schlafwurst besorgen, also ein Stillkissen, wo man sich einfach während der Schwangerschaft drauf legt und alles ist toll. Natürlich musste ich drüber twittern, auch weil ich den Begriff “Schlafwurst” so toll fand. So kam es, dass eine andere liebe Freundin für mich ihre alte Schlafwurst suchen wollte. Ich war spontan überwältigt, dass man, einfach so, was geschenkt bekommt. Ich kenn das nur von mir *lach*

Nun kam sie heute an, meine Schlafwurst. Und ich bin soooo dankbar und dankbar und dankbar! Danke, Grinsi (+Mann!) <3

meine Schlafwurst #hachz

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Ich bin nicht mehr ich. Ich bin jetzt blaugrün.

Im Zuge meiner Verstuttgarterung wurde ich mal wieder daran erinnert, dass mein Ausweis abgelaufen ist. Ich kam also irgendwie wirklich nicht mehr drum herum, einen neuen zu beantragen.

Macht ja nix, dachte ich, muss mich ja so oder so ummelden, dann kann ich das gleich mit erledigen. Dachte ich! Denn für einen neuen Ausweis kann man nicht einfach in die Zweigstelle des Stadtteils latschen, in dem man wohnt. Nein, man muss ins Zentrum. In die Hauptleitstelle der Ausweisgötter. Macht aber auch nichts, da das Auto ja auch noch verstuttgartet werden musste, was ich wieder dort gleich machen konnte. Vom Mann begleitet, der mir vor Ort die Kennzeichen abmontiert hat, wanderte ich also fröhlichst zum Bürgerbüro. Neuer Ausweis bitte. Kein Problem, gerne.

Es folgten verwirrte Blicke der Angestellten. Starrende Blicke, verwunderte, zurück in die Unterlagen, wieder zu mir, wieder zurück. “Ireeene? Links grün, rechts blau. Kann man das noch schreiben?” “Nee!” “Aber is wirklich so, hab nachgeschaut!” “Geht aber nicht. Mach blaugrün!”

“Entschuldigung, Frau L., aber links grün rechts blau geht nicht. Wir machen blaugrün, ist das ok für Sie?” “Nein. Mein linkes Auge ist grün und das rechte ist blau. Stand ja im alten Ausweis auch so drin.” “Ja, aber das dürfen wir nicht mehr schreiben. Wir machen blaugrün.”

Keine Pointe. Ich bin nicht mehr ich. Ich bin jetzt blaugrün.

 

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Ich will nur…

Ich will nur dass du weißt, ich hab dich immer noch lieb
Und dass es am Ende auch keine andere gibt

klick

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Seelenstrip

Ich lese gern. Vor allem lese ich gern die Gedanken anderer Menschen. Noch lieber, wenn ich sie persönlich kenne. Noch viel lieber, wenn diese Menschen sich ausdrücken können.

Was ich nicht gern lese, sind Wunden. Negative Gefühle gehören zum Leben, das ist mir durchaus bewusst. Ich selbst blogge mir ja die Lasten von der Seele. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich lese es schon gern. Insofern stimmt meine Aussage nicht. Was ich daran nicht mag, sind die Gefühle, die damit verbunden sind. Wenn ich bewegende, traurige, verletzte Posts lese, muss ich mitleiden. Ja nach Beziehung zum Schreiberling mehr oder weniger. Meistens jedoch mehr. Ich erinnere mich daran, wie ein lieber Blogger über den Tod seines Hundes berichtete. Und ich war sofort betroffen. Aber nicht nur das, ich fühle auch sofort mit. Und dann leide ich selbst. Mit Haut und Haar und Herz und Seele.

Was ich aber WIRKLICH nicht gern lese, sind diese Seelenstrips auf Twitter. Täglich sehe ich die vollkommene Ausbreitung und Ausschlachtung von manch einem Herz. Gesprochen wird über Depression, über Medikamente, über Nebenwirkungen und sogar über Selbstmord. Das macht mich mehr als nur betroffen. Ich bin sprachlos. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie man seine tiefsten eigenen Probleme einer so breiten Öffentlichkeit Preis geben kann. Erhofft man sich Hilfe? Verständnis?
Ich habe auch festgestellt, dass ein Großteil der Personen, die solche Dinge posten, eher Unverständnis und Abneigung ernten. Auch ich persönlich reagiere aus einem ersten Impuls heraus mit Kopfschüttlen. Dennoch habe ich das Bedürfnis zu helfen, zuzuhören. Meist nur, um zu merken, dass es nichts bringt. Dass man keine Hilfe möchte. Womit ich noch mehr den Kopf schütteln muss: Da kehren Menschen ihr Innerstes nach außen und flehen um Hilfe, nur um dann zu sagen “Ich bin doch sowieso nichts wert!”.

Fazit: Auf Twitter und auch sonst ist man frei in seiner Meinung. Schreiben Sie, was immer Sie möchten, niemand wird Sie dararn hindern. Aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie auf Abneigung stoßen, wenn Sie wirklich JEDEN Mist nach außen blasen. Erzählen Sie so etwas doch lieber privat oder – noch besser – einem guten Psychologen.

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Milchkaffeezauber

Nach 2 1/2 Wochen in den heimischen Lazarettwänden (Schweineangina, gefolgt von Schweinegrippe. Fragen Sie nicht.) fiel mir nun heute schlussendlich das Stalldach auf den Kopf. Das Unterschichtenfernsehen verursacht mir seit Tagen Kopfweh, aber ich konnte mich nicht überwinden, diesen Mist abzuschalten. Phänomen “Verkehrsunfall”.
Eine innere Stimme flüsterte mir, ich müsse mal meinen Krankenschein verschicken. Nach nur einer Stunde, hatte ich mich seelisch soweit gesammelt, dass ich einen Briefumschlag nahm und das Ding eingetütet habe. Währenddessen habe ich auch nur gefühlte 1267834x gehustet. Nun lag der Brief da und ich stand vor dem nächsten Problem: ich musste mich umziehen. Jogginglook finde ich super. Bequem und lässig. Für den eigenen Stall. Jedoch hege ich eine große Abneigung gegen den allgemeinen Trend, auf der Straße solche Hosen zu tragen. (Außer, man ist irgendwie im Hirn so seltsam gepolt, dass man tatsächlich joggt!) Ich saß also noch immer, von mir selbst gelangweilt, auf der Couch und bekam meinen Arsch einfach nicht motiviert, selbiges zu verlassen.
Ich wusste genau, dass alles besser wird, wenn ich nur den Stall verlasse. Wenn ich mir den Duft der Koppel um den Rüssel wehen lasse. Wenn ich ein bisschen durch den Matsch hüpfen könnte. Aber ich konnte mich, verdammt noch mal, nicht dazu aufraffen.

Dann kam mir die rettende Idee: Mann, Kaffee, Stadt. Irgendwie, ich weiß nicht genau wie, hab ich meinen armen, von der Woche erledigten Mann dazu überredet bekommen. Einfach mal raus, eine halbe Stunde nur mit ihm zusammen was Tolles machen. Ein Traum. Also hab ich den Heuwagen klar gemacht, (Ich habe sogar meinen Krankenschein unterwegs eingeworfen!) den Mann von der Arbeit abgeholt und ihn die große gefährlich Stadt gekutscht.
Und tatsächlich: Einen Milchkaffee später war ich glücklich und verliebt. Und glücklich. Und verliebt. Und glücklich. Und verliebt. Und glücklich. Und… Sie wissen schon.

Milchkaffee* kann zaubern.

* mein Mann

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Stöckchen: 5 Fragen

Die überaus liebreizende Frau Netzgefluester hat mir einfach so einen Stock zugeworfen und jetzt stehe ich blöde da. Da muss ich jetzt wohl durch ;)

Kurz zur Erklärung:

Verlinke die Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat.
Beantworte die Fragen, die gestellt wurden.
Bewerfe anschließend 5 Leute mit dem Stöckchen.
Gibt den Personen Bescheid, dass Du sie ausgewählt hast.
Stelle 5 Fragen, die beantwortet werden müssen.

Also los *schnauf*

1) Seid Ihr zufrieden mit Eurem Leben?
Meckern kann man grundsätzlich immer. Aber: ja, ich bin zufrieden. Ich bin angekommen, nach mittellanger Reise. Und damit restlos glücklich. Hier und da könnte dies oder das anders oder besser sein. Aber das ist gut so: hätte ich “alles”, wäre ich gelangweilt.

2) Wen oder was würdet Ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?
Meine Familie.

3) Welchen Tick habt Ihr?
Tick? Ich? Nen Tick? Ähm. Nee? Hab ich nicht. (Wer etwas anderes behauptet, wird erschlagen!)

4) Wann hattet Ihr zuletzt Sex?
Ich glaube, mich zu erinnern, dass das noch nicht ganz 48 Stunden her ist. Aber ich kann mich irren. Mein Mann weiß das sicher genauer.

5) Wie viel Uhr hammwer gerade?
16:56

Ziemlich intim, Frau Kanzler, wa? Nun gut, nun zu euch, ihr 5 armen Würstchen, die ihr das fortführen müsst! Die Gewinner sind: (*Trommelwirbel*)

Arschhaarzopf <3
azido
Leonard Goldmann
westsideblogger
Worstdayever

Und das sind eure Fragen:
1) Du darfst dein Leben einen Tag mit einer bekannten Person tauschen. Wer wäre das?
2) Wann hast du das letzte Mal richtig gelacht und warum?
3) Eines Morgens wachst du auf und bist ein CDU-Mitglied. Was ist passiert?
4) Die Liebe des Lebens – Wahrheit oder Kauderwelsch?
5) Was ist dein sehnlichster Wunsch?

Ich bin gespannt ;) 

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eiskalt

In diesen Tagen friert Deutschland. Auch im Ländle ist es, gelinde gesagt, arschkalt. Dauerfrost ist nichts für mich. Meine Nasennebenhöhlen vertrocknen ob dieser eisigen Ostluft. Mein geliebter Mann klagt über Schmerzen, kältebedingt. (Nein, er muss nicht draußen schlafen, er ist einfach sensibel). Das Auto der Azubine springt nicht mehr an. Es ist SO KALT, dass der Schnee, der vor einer Woche fiel, wegFRIERT. An dieser Kälte gibt es nichts Gutes. NICHTS.

Fast. Mein Mann kocht mir Tee.

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